Europa am GNR: Übersetzungswettbewerb “Juvenes Translatores”

Zum ersten Mal hat eine Gruppe von GNR- SchülerInnen am Übersetzungswettbewerb “Juvenes Translatores” (“Junge Übersetzer”) teilgenommen. Die Q1 – SchülerInnen Caroline Brunsing, Annika Buschmann und Moritz Geissel haben diese Herausforderung angenommen und erfüllten die Kriterien: Alle Teilnehmer müssen im Jahr 2000 geboren sein und sollten natürlich ein Interesse an Sprachen mitbringen. Die “Generaldirektion Übersetzung” der Europäischen Kommission veranstaltete den Übersetzungswettbewerb für Schulen in der Europäischen Union. Zeitgleich wurde am 23.11.17 zu verschiedenen Ortszeiten in Schulen aller 28 EU- Mitgliedsstaaten zwei Stunden lang übersetzt.
 

Zuvor hatte das GNR ein Anmeldeverfahren zu “überstehen”: Von den angemeldeten Schulen werden nach dem Zufallsprinzip die Teilnehmer-Schulen ausgewählt. In jedem Land ist die Zahl teilnehmender Schulen begrenzt und genau festgelegt: Die Zahl der ausgewählten Schulen entspricht der Zahl der Sitze des jeweiligen Landes im Europäischen Parlaments. In Deutschland wurden also 96 Schulen ausgewählt, darunter das GNR.

Die Teilnehmer können sich dann aus den EU- Amtssprachen die Ausgangssprache und die Zielsprache selbst aussuchen. Alle drei Teilnehmer am GNR wählten die Übersetzung aus dem Englischen in das Deutsche. Sie hatten dann zwei Stunden Zeit, um einen für sie unbekannten Text zu übersetzen. “Es kommt auf die Richtigkeit, den Ausdruck und die Grammatik, aber auch auf die Kreativität und die Flüssigkeit der Übersetzung an”, erklärt Englisch-Lehrerin Kristina Dück die Kriterien.

Hinter dem Wettbewerb steht die Idee, das Sprachenlernen und die Übersetzung zu fördern: Damit wir Europäer „in Vielfalt geeint“ sein können, müssen wir andere Sprachen als nur unsere eigene verstehen. Durch verschiedene Zertifikate und Wettbewerbe fördert das GNR die Fremdsprachenkenntnisse der SchülerInnen, auch mit dem Blick darauf, in ganz Europa zu studieren und arbeiten zu können. Aus verschiedenen Studien geht außerdem hervor, dass der Bedarf an Übersetzungen und Übersetzern in Europa ständig steigt. Hier rückt speziell der Wettbwerb “Juvenes Translatores” die Bedeutung übersetzerischer Fähigkeiten ins Bewusstsein und regt dazu an, die „Sprachmittlerfunktion“ der Übersetzung im Sprachunterricht neu zu überdenken.

Nun wird jede Übersetzung von einem Gremium aus MitarbeiterInnen der “Generaldirektion Übersetzung” bewertet. Nach der Bewertung ermittelt eine Jury unter dem Vorsitz des Generaldirektors für jeden Mitgliedstaat die jeweils beste Übersetzung. Etwa 10 % der SchülerInnen können eine besondere Benachrichtigung erhalten, wenn ihre Übersetzungen von herausragender Qualität sind. Alle SchülerInnen erhalten eine Teilnahmebescheinigung. Die GewinnerInnen werden im Frühjahr 2018 zu einer Preisverleihung nach Brüssel eingeladen.
 

Die drei SchülerInnen und ihre Lehrerin sind nun sehr gespannt auf die Ergebnisse!

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