Stufen 5 und 11 – gemeinsam stark in Mentorenprojekt
Die beiden Pädagogik-EF-Kurse von Frau Götschel und Frau Friederizi haben sich im Unterricht mit „Lernen am Modell” und der sozial-kognitiven Lerntheorie von Albert Bandura beschäftigt. Bandura ging davon aus, dass das menschliche Verhalten nicht nur durch Reiz-Reaktion-Zusammenhänge erlernt wird. Durch seine Experimente fand er heraus, dass sich Kinder viele Verhaltensweisen von ihren Bezugspersonen abschauen und diese nachahmen – positive und negative. Deshalb ist es wichtig, sich seiner Vorbildfunktion und Verantwortung bewusst zu sein.
Im Rahmen dieser Unterrichtsreihe haben sich die beiden Kurse das Mentorenprojekt “Balu und Du” angesehen. In diesem Projekt beschäftigen sich sogenannte “Balus”, ehrenamtliche junge Erwachsene im Alter von siebzehn bis dreißig, mit ihren “Moglis”, also Kindern von sechs bis zehn Jahren im Grundschulalter. Die “Balus” übernehmen Verantwortung für den “Mogli” und sie treffen sich einmal die Woche für ein bis drei Stunden, um das Kind in der Schule zu unterstützen oder einfach gemeinsame Freizeitaktivitäten zu unternehmen. Dieses Projekt fördert Chancengleichheit, stärkt die Kinder langfristig und entlastet Familien. Das Projekt wird erfolgreich angenommen, da es seit der Gründung schon über zwanzigtausend vermittelte Paare gibt.
Wir als Kurse haben uns selbst dazu entschlossen, dass wir dieses Konzept auf uns und zwei 5. Klassen übertragen wollen. So fing es an, dass wir eine Schulstunde nutzten, um uns im Schulgebäude umzusehen und zu schauen, was wir mit unseren jüngeren Tandempartner*innen machen können und wollen. Frau Götschel hat mit den Schüler*innen ihrer Klasse 5b gemeinsam Steckbriefe geschrieben, in denen sie sich kurz vorstellen. In Frau Friederizis Kurs gestalteten die EF-Schüler*innen selbst Steckbriefe mit interessanten Fragen für die 5c sowie ein kurzes Vorstellungsvideo.
Nachdem dann die Schüler*innen der EF-Kurse sich einer/m jüngeren Tandempartner/in zugeordnet hatten, konnten – schon vor der gemeinsamen Stunde – erste Kontakte über Chats aufgebaut werden.
Am 21./22. Mai war es dann so weit: Zu Beginn der Stunde lernten sich alle mit einem gemeinsamen Spiel kennen, um ein wenig “aufzutauen”, bevor sich die “Balus” und “Moglis” über das Schulgelände verteilten. Die Partnergruppen spielten Spiele wie Schach, UNO oder Looping Louie, andere Paare gingen bei dem schönen Wetter nach draußen, um zu schaukeln oder Fußball zu spielen. Die Fünfer durften auch den Oberstufenbereich erkunden – etwas ganz Besonders, weil sie den Bereich erst ab der Stufe EF betreten dürfen. Auch gab es kreative Schüler*innen, die Armbänder knüpften oder Mandelas ausmalten.








Wir als EF waren uns in dem Moment der Verantwortung und des Einflusses auf die jüngeren Schüler*innen bewusst und versuchten spielerisch gute Werte zu vermitteln und natürlich auch Spaß zu verbreiten. Jede/r kann ein gutes Vorbild sein, indem er/sie mit Jüngeren Zeit verbringt und einen positiven Einfluss nimmt. Zusammen kann man alles erreichen!
Text: Hanni und Julina (EF)
Fotos: K. Götschel







