Erasmus+ Fahrt nach Spanien – Unsere ,,grünen Botschafter” unterwegs
Im Rahmen unseres Erasmus+ Projekts machten sich im November sechs engagierte Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 auf den Weg nach Spanien, um dort gemeinsam mit unserer Partnerschule das Ökosystem Wasser zu erforschen. Bereits im April hatten die spanischen Austauschpartner unsere Schule in Rietberg besucht und erste spannende Einblicke in das gemeinsame Projektthema gewonnen.
Unter dem Leitmotiv ,,Grüne Botschafter” vertieften die Teilnehmenden ihr Wissen rund um nachhaltigen Umgang mit Wasser, lokale Ökosysteme und ökologische Herausforderungen. Die Fahrt bot nicht nur fachliche Impulse, sondern auch wertvolle kulturelle Begegnungen und bereichernde Erfahrungen für alle Beteiligten.




Wir von der Homepage AG (Vincent und Alex) haben drei TeilnehmerInnen interviewt. Sie erzählen euch hier, was sie in den Tagen rund um Cádiz alles erlebt haben: in ihren Gastfamilien, bei den Ausflügen und Städtetouren, beim Projekt usw. Aber lest selbst….
Warum habt ihr euch für diesen Erasmus+ Austausch nach Spanien beworben?
Mateo: Ich wollte die Kultur erleben, neue Menschen kennenlernen und natürlich auch die Region erleben, denn sie hörte sich sehr schön an.
Jayna: Ich wollte die Kultur kennenlernen und auch die Region, da ich allgemein die Region rund um Spanien liebe. Außerdem hörte sich das Programm abwechslungsreich an.
Johanna: Ich dachte, dass das interessant ist, andere Kulturen zu erleben und ich habe gehört, dass die Region sehr schön ist – deswegen dachte ich, das ist vielleicht sehenswert.
Welche Städte habt ihr alles besucht und in welcher Stadt habt ihr gewohnt?
Mateo: Gewohnt haben wir in El Puerto de Santa María, das ist in der Nähe von Cádiz. Da waren wir auch für einen Tag. Und wir waren natürlich auch in der Hauptstadt der Region Andalusien, also Sevilla, und dann haben wir die Kathedrale “Catedral de Jerez de la Frontera” in Jerez de la Frontera besichtigt. Wir waren dann noch in Los Toruños in der Nähe, da sind wir Kajak gefahren. Das ist ein großer Naturpark. Wir sind von Jerez de la Frontera losgeflogen und sind da auch gelandet.
Ihr habt uns ja viele tolle Fotos zur Verfügung gestellt: Was habt ihr alles mit der Gruppe besichtigt? Was war davon am eindrucksvollsten und warum?
Johanna: Am ersten Tag waren wir in El Puerto de Santa María und haben uns verschiedene Sachen angeguckt, vor allem die Stadt. Dann waren wir auch in dem Rathaus und in verschiedenen Kirchen, das war auch alles sehr schön. Am Dienstag sind wir mit einem Katamaran nach Cádiz gefahren und da hatten wir eine kleine Stadt-Tour und haben auch alle wichtigen Sachen angeschaut und da sind auf jeden Fall sehr imposante Kirchen und große Gebäude, die alle sehr schön sind.
Jayna: Aber allgemein haben wir auch noch nach dem Programm, bei dem wir schon viel gesehen hatten, immer etwas mit der Gruppe zusammen gemacht, mit allen Austauschschülern. Fast jeden Abend haben wir noch was gemacht, z.B. waren wir den einen Abend am Strand und waren dann schwimmen. Und anschließend haben wir Pizza am Strand bestellt. Also, wir haben eigentlich alle Seiten von der Region gesehen – vom Wasser bis zu den großen Städten.
Wie hat euch das Projekt zum Thema ,,Wasser” gefallen?
Mateo: Wir haben uns generell mit Mikroplastik beschäftigt und mit Algen, wie sie sich ausbreiten. Generell war es sehr cool, aber es war auch nicht so einfach, solche Begriffe aus dem Englischen zu kennen. Die Erklär-Videos waren auch herausfordernd mit den englischen Fachbegriffen.
Jayna: Es war nicht nur Videos schauen, man hat auch allgemein seine Englischkenntnisse sehr gut gebrauchen können – auch im Vergleich zum Spanischen.
Johanna: Wir waren einen Tag Kajak fahren. Beim Kajakfahren haben wir auch Fische und einen Oktopus gesehen.

Ihr habt ja auch die Partnerschule besucht, was sind die größten Unterschiede zwischen der Partnerschule und dem GNR?
Mateo: Auffallend war, dass die SchülerInnen die Schule nicht verlassen können und statt eines Pausenhofs nur einen Innenhof haben. Sie können den Innenhof nicht verlassen, weil da ein Zaun ist. Aber wenn du älter als 18 bist, dann bekommst du einen Schlüssel, um durch den Zaun zu gehen. Aber es sind nur drei Leute auf der Schule, die über 18 sind.
Jayna: Die Schule war sehr antik, hatte geschichtlich auch viel mehr Bedeutung als unsere Schule und die Schule war im Vergleich zu unserer Schule ziemlich klein. Es waren auch weniger SchülerInnen, und es war damals ein Kloster.
Johanna: Der geschichtliche Hintergrund war auch überall zu erkennen, weil dort überall Mosaik war. Die Bibliothek war auch zum Beispiel in der alten Kirche. Es war sehr schön und hell.
Mateo: Die Sporthalle war sehr klein, 30 Quadratmeter hatte die ganze Sporthalle insgesamt.
Jayna: Sie haben auch erzählt, dass sie kaum Sport in der Halle machen, sondern sehr viel draußen. Generell vom Schulsystem ist es dort ein bisschen anders, weil sie sich schon sehr früh festlegen, welche Richtung sie gehen wollen. Denn sie haben keine Pflichtfächer zu machen. Sondern für das, wofür sie sich interessieren, bekommen sie die Pflichtfächer. Sie legen auch viel Wert auf Erasmus+, sie haben die ganzen Flure voller Landkarten und Reisesouvenirs.
Johanna: Die Schule war auch sehr bunt und sie hat Wärme ausgestrahlt.
Welche Aktivitäten habt ihr mit euerer jeweiligen Gastfamilie gemacht?
Johanna: Am ersten Tag waren wir am Strand essen und sie haben mir alles dort gezeigt. Dann waren wir bei der Oma essen und die Oma war auch bei uns – also, wir haben generell viel mit der Familie gemacht. Meine Austauschpartnerin hat auch zwei kleinere Geschwister, deswegen haben wir immer nachmittags mit ihnen gespielt (zum Beispiel auch Nintendo) und es hat sehr viel Spaß gemacht. Und vor allem kann man seine Sprachkenntnisse verbessern.
Jayna: Wir waren an einem Familientag am Samstag in Sevilla. Bei mir war es auch so, dass wir am ersten Tag am Strand frühstücken waren. Wir waren auch sehr viel essen und ich habe sehr viel spanisches Essen probiert und es war immer sehr lecker.
Mateo: Wir waren am ersten Tag am Strand spazieren und dann essen, danach haben wir uns mit Freunden getroffen und es gab wieder sehr leckeres Essen. Es gab Cannelloni. Und ich war auch mit dem Vater und der Schwester meines Austauschschülers im Fußballstadion.
Jayna: Generell waren wir viel mit Freunden unterwegs.
Mateo, du hast ja gerade erwähnt, dass du mit deiner Gastfamilie im Fußballstadion beim Länderspiel warst. Erzähl doch mal!
Mateo: Das war toll! Ich war erst mal richtig überrascht, als sie mir erzählt haben, dass wir ins Stadion fahren zum Länderspiel Türkei gegen Spanien. Da war ich schon sehr begeistert, weil ich ja schon Fußballfan bin. Klar, wurden wir letztes Jahr bei der EM von Spanien geschlagen. Aber generell war ich an dem Abend schon für Spanien, auch wenn es statt 2:2 hätte besser laufen können. Aber es war mega im Stadion, weil man noch einmal die Vibes der spanischen Fans mitbekommen hat. Das Stadion war voll, aber noch übersichtlich – es war jetzt noch nicht jeder Platz besetzt, die oberen Reihen waren noch teilweise etwas leerer. Aber es war mega, ein Fußballspiel ist ja immer interessant und das war bei dem Spiel auch so. Einmal gab es z.B. auf der Seite der Türkei einen Fallrückzieher, aber leider kein Tor. Generell hatten wir eine tolle Zeit. Mein Austauschpartner, sein Vater und auch seine Schwester waren dabei.
Johanna: Das muss man auch sagen, dass die Gastfamilien wirklich sehr nett war und sie haben einfach alles ermöglicht. Die waren total nett, auch wenn man sich mal nicht ausdrücken konnte, waren sie immer geduldig. Und ich würde es jedem empfehlen, das einfach mal zu machen. Auch wenn man erst Angst hat oder Heimweh. Diese Woche geht schnell rum – leider! Und ich glaube, wir hätten alle noch ein paar Tage dranhängen können, weil man sich da so wohl gefühlt hat und die haben wirklich alles mitgemacht. Sie wollten einem so viel zeigen, wie es in einer Woche geht.
Jayna: Es war auch etwas anstregend, aber sehr schön: Die Leute waren sehr nett. Wie Johanna schon gesagt hat, die Gastfamilien… Es war, um es mal so zu sagen, „geil“, die Erfahrungen zu sammeln. Das hört sie jetzt wie ein Spruch an: Wirklich einfach machen, wenn man die Chance dazu hat! Das war echt richtig schön: Die Schule, das Programm, das war sehr abwechslungsreich.
Mateo: Definitiv, das war eine Erfahrung wert. Es war für mich schon zu kurz, ich hätte gerne noch ein paar Tage länger gehabt. Und vielleicht nochmal zum Stadion: Ich habe am Ende noch von der Familie ein Spanientrikot geschenkt bekommen.
Jayna: Was du auch die restlichen Tage anhattest.
Jayna und Johanna: Man kann die Woche kaum zusammenfasssen. Man müsste eigentlich dabei gewesen sein.
Vielen Dank für die vielen Einblicke!








