Schulsanitätsdienst

Zum Helfen bereit

Rietberg. Langsam hebt und senkt sich Annes Brustkorb. Zwei Mund-zu-Nase-Beatmungen, 15 Herz-Druck-Massagen. Immer weiter. Doch Anne wird nicht mehr auf die Beine kommen, denn sie hat gar keine. Anne ist eine sogenannte „Rescue-Puppe“.

Es ist Samstag, der 20. März 2004, 11 Uhr. Im DRK-Zentrum in Rietberg haben sich knapp 20 Schüler und Schülerinnen des Gymnasiums Rietberg seit 9:00 Uhr zusammengefunden, um zu Schulsanitätern ausgebildet zu werden. Sie stehen um eine Puppe herum, an der die Herz-Lungen-Wiederbelebung geübt wird.

Peter Esser, Leiter des GNR, entwickelte gemeinsam mit den Schülern Thomas Hillemeyer und Dennis Tanger, beide aktiv beim Deutschen Roten Kreuz (DRK), die Idee des Schulsanitätsdienstes. Immer, wenn einem Schüler während der Schulzeit etwas zustößt, so die Idee, sollen die Schüler als so genannte Ersthelfer alarmiert werden.

Bald schon fand sich in Frau Koners, Lehrerin für Physik und Chemie am Gymnasium, eine Leiterin der Arbeitsgemeinschaft. Auch das DRK konnte sich für diese Aktion begeistern und führt den Erste-Hilfe-Kurs durch.

Schon bald wurde erstes Material besorgt, sowie das ehemalige Krankenzimmer durch die tatkräftige Mitarbeit der Schülerinnen Sarah Kühl, Sandra Rothfeld sowie Kinga Slota in einen Sanitätsraum umgewandelt. Erste Treffen der Sanitäts-AG, in denen Formalitäten geregelt wurden, fanden statt. 44 Schüler und Schülerinnen bekundeten ihr Interesse und wurden in zwei Gruppen aufgeteilt um die Ausbildung zu absolvieren.

An zwei Samstagen lernten die ersten 23 Schüler und Schülerinnen nun alles, was für den Schulsanitätsdienst wichtig ist. Vom richtigen Anlegen von Verbänden, über Maßnahmen bei Erfrierungen oder Verbrennungen, wurden auch Herz-Lungen-Wiederbelebungen durchgeführt.

Der Sanitätsdienst hat nun nach den Osterferien begonnen. Sollte sich jemand auf dem Gelände des GNR verletzten, so werden die Bereitschaft habenden Schulsanitäter per Funk alarmiert um den Verletzten so weit zu versorgen, bis, falls erforderlich, der Rettungsdienst eintrifft. Die Mitglieder der AG treffen sich jeden Montagnachmittag in der achten und neunten Stunde um das Erlernte aufzufrischen und Neues zu erfahren.

Von Julian Kuper

 

Erste-Hilfe-Übungen der Schulsanitäter

Was tun, wenn ein Unfall in der Schule passiert? -Klar, Mitglieder der Sanitäter-AG rufen! Doch, damit die Sanitäter auch Erste Hilfe leisten können, wurde ihnen am 15.07. vom RUD-Team (Realistische Unfall-/Notfall-Darstellung) gezeigt, was im Notfall zu tun ist.

Aus diesem Grund gab es in der Emshalle zwei Situationen, die von dem RUD-Team nachgestellt worden sind, in denen die Mitglieder zum Einsatz kommen mussten.
Zunächst wurde eine Wirbelsäulenprellung vorgetäuscht, die durch einen Trampolinsturz verursacht worden ist, dazu kam noch eine Darstellung eines Armbruches.

Wie man in den Bildern sehen kann, wurden die Verletzungen mit Theaterschminke möglichst realistisch dargestellt, also nahmen allein die Vorbereitung viel Zeit in Anspruch.
Die Mitglieder des Schulsanitätsdienstes handelten erst nach Grundwissen, danach wurde dessen Verhalten bzw. Handeln analysiert und es wurde diskutiert, was sie richtigerweise hätten machen sollen.

Ebenfalls wurden typische Notfälle im Chemieraum dargestellt, dazu gehörten Atemnot durch Rauch und Verätzungen. Auch hier wurde gezeigt, wie man handeln muss.

Weitere Infos gibt es unter www.rud-team.de

Text und Fotos: Katharina Börnemeier und Nelli Michel