Das gescannte Herbar

Versuch einmal, ein gescanntes Herbar anzulegen, wenn du fit genug im Umgang mit Scanner, Computer und Drucker bist!
Diese Aufgabe ist freiwillig! Wenn du dich an diese Aufgabe traust, wären gescannte Pflanzen besonders sinnvoll, die wir auch im herkömmlichen gepressten Herbar sammeln. Dann können wir in der Klasse die beiden Methoden vergleichen. Scanne zunächst einige wenige Pflanzen, denn ein „normales“ Herbar musst du in jedem Fall anlegen.

Wie gehst du vor?

Einfach und auch erfolgreich lässt sich das gescannte Herbar mit einem Farbscanner herstellen. Alles was du brauchst sind ein Farbscanner, ein Farbdrucker und ein PC mit ausreichend Speicherplatz.

Die Pflanzen können frisch auf den Scanner gelegt und mit der Deckplatte etwas angedrückt werden. Achte darauf, dass alle Teile so liegen, wie du sie später abgebildet haben willst. So muss zumindest ein typisches Blatt flach auf der Scheibe liegen. Willst du verhindern, dass feuchte oder schmutzige Pflanzen die Glasscheibe des Scanners beschmutzen, kannst du durchsichtige Folie darunter legen; die Scheibe kannst du aber auch leicht reinigen. Ist die Pflanze sehr zart und druckempfindlich, schließe die Deckplatte nicht, sondern lege ein Blatt Papier locker über die Pflanzen. Auch Pflanzenteile, die nicht direkt auf der Scheibe liegen, werden erstaunlich scharf abgebildet.

Du sparst dir bei dieser Methode Press-, Umlege- und Aufklebearbeit. Natürlich hast du aber nachher nicht mehr die Pflanze selbst, sondern nur ein Bild von ihr. Vergiss aber auf keinen Fall die Beschriftung! Wissenschaftliche Herbarien bestehen natürlich immer aus gepressten Pflanzen, damit man diese später noch untersuchen kann. Deshalb sollte das von dir anzufertigende Pflanzenherbar auch aus herkömmlich gepresste Pflanzen bestehen. Selbstverständlich können eingescannte Pflanzen zusätzlich abgegeben werden.

Natürlich kannst du auch besondere Teile wie Blüten oder Blätter vergrößern. Auch kannst du im Durchlicht scannen, das lässt z. B. die Blattadern besonders deutlich werden.

Du kannst auch schwarzweiß scannen. Stelle hierzu den Scanner auf „grau“, damit alle Zwischentöne dargestellt werden.

Viel Spaß beim Experimentieren! Und: frage deine Eltern, wenn du „auf einmal“ Lust auf das Einscannen von mehreren Pflanzenarten hast. Schließlich ist das Herstellen von Farbdrucken nicht gerade billig!

Dein Bio-Lehrer ist ganz gespannt auf deine Ergebnisse!

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