„Cinderella“ schafft Fröhlichkeit im Herzen der Zuschauer

wk08qi0h„Cinderella“ wird sie von ihren Freunden, den Tieren, genannt; „Aschenputtel“ nennen sie ihre Stiefschwestern und die Stiefmutter. Die Geschichte, die die Theater-AG des Gymnasium Nepomucenum unter der Leitung von Ulrike Jebe in diesem Jahr auf die Bühne gebracht hat, ist allseits bekannt: Während Cinderella Hausarbeit verrichten und Erbsen auslesen muss, träumt sie sich auf den Ball, auf dem der Prinz seine zukünftige Frau erwählen wird. Da das liebenswerte Mädchen im Gegensatz zu den Schwestern nicht egoistisch handelt und eine gute Freundin aller Tiere ist, wird sie von der guten Fee, die alle Traurigkeit aus den Herzen verbannt, belohnt: Cinderellas Ballbesuch wird wahr. Und da es ein Märchen ist, verliebt der Prinz sich in das junge Mädchen – und am Ende wird alles gut.

Doch bis es so weit war, dass Cinderella (unschuldig dargestellt von Anneli Strathoff) ihren eigenen Weg gehen konnte, musste sie sich in Geduld üben und so manche drückende Stimmung überwinden. Dabei halfen ihr die Tiere des Hofes, die immer wieder vom treuen Hofhund Hannes (überzeugend anhänglich von Jana Schnippenkötter gespielt) dazu angehalten wurden Cinderellas Stimmung zu verbessern – notfalls auch mal mit dem Ententanz.
Währenddessen entschied im Thronsaal, vor dem von der Kunstwerkstatt (Leitung: Margarete Laumanns-Krüger) gefertigten akzentreichen Bühnenbild im Pop Art-Stil, der zerstreute König, den Philipp Austermann überzeugend verkörperte, das Schicksal seines Königreichs: Der Prinz (Christin Pöppelbaum) müsse heiraten. 5aqho9t4Dass dieser so gar nicht begeistert von selbiger Idee war, wurde vom König mit einem lässigen „Schickschnack“ abgetan. Und so kam es, wie jeder es hat kommen sehen, der Prinz erwählte keine der zahlreichen Heiratskandidatinnen mit diversen individuellen Eigenheiten, und eben auch nicht die von der ohnmachtsanfälligen Mutter (sehr überzeugend: Vivienne Boos) zum Ball geleiteten zänkischen Stiefschwestern (Nora Schlepphorst, Lara Vollmer), sondern die unschuldige Cinderella.

Für Heiterkeit im Königreich und bei den Zuschauern sorgten die pfiffigen und vorlauten Hofnarren (Tabea Mühlhaus, Sophie Laukemper), b3l93lqdaber auch die vielen weiteren Akteure, die die Hoftiere und die Ballgesellschaft des Prinzen schwungvoll und skurril dargestellt haben. In zauberhaften Kostümen, die im laufenden Schuljahr von der Näh-AG, unter der Leitung von Frau Kneuper, gefertigt wurden, erheiterten die Mitglieder der Theater AG die zahlreichen Zuschauer mit einer leicht dahinfließenden Handlung, die durch musikalische Beiträge der Streicher (Leitung: Annika Natsch) und des Chors der Jahrgangsstufe 11 (Leitung: Stefanie Hoffmann) unterstützt wurde. So genoss der Zuschauer das gelungene Cinderella-Paket, das viele Mitwirkende des GNR liebevoll für ihn geschnürt hatten.

 

 

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